DIE GROSSE GEIGENKAMMÜBERSCHREITUNG
Von Roppen zum Rettenbachferner
Vom Inntal zu Fuß zum Rettenbachferner, ins Herz der Ötztaler Alpen wandern. Auf hohen Wegen von Hütte zu Hütte. Dabei das Ötz- und das Pitztal links bzw. rechts unter sich lassen. Für geübte Bergwanderer ist das eine große Herausforderung, aber kein echtes Problem. Der Forchheimer und der Mainzer Höhenweg erschließen dieses einzigartige Bergerlebnis.
Ausdauer, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, hochalpine Erfahrung und eine knappe Woche Zeit sind die Voraussetzungen für diese Tour.
Hier die genaue Route:
Roppen (750 m) - Erlanger Hütte (2.541 m); Forchheimer Weg
Von Roppen auf breitem Fahrweg zur Maisalm (1.631 m), weiter auf dem Karrenweg bzw. Steig zur Muthütte und Mutkopf (1.990 m), in der Folge meist am Rücken bzw. Grat nach S zum Forchheimer Biwak (2.443 m, ca. 2 h ab Maisalm). In die Einsattelung zwischen Weitem Karkopf und Murmentenkarspitze, hinab ins Weite Kar und nach oben durch felsdurchsetztes Gelände zum O-Grat des Äußeren Hohen Kogls. Wieder hinab und Richtung SW, einen Felsabsatz (gesichert) überwindend, zur Erlanger Hütte (2.541 m).
Gehzeit: ca. 7 h
Höhenunterschied: ca. 2.000 m (Aufstieg)
Erlanger Hütte (2.541 m) - Frischmannhütte (2.192 m)
Von der Erlanger Hütte am Steig südlich am Wettersee vorbei, nach S den Rücken hinauf und jenseits hinunter in eine Senke. Im hintersten Bereich des Leierstals stets Richtung S, später nach SO steil ansteigend zur Feilerscharte (2.926 m) unterhalb des Fundusfeilers (3.080 m, Aufstieg zum Gipfel leicht). Jäh hinab ins Funduskar und flach hinaus zur Frischmannhütte (2.192 m).
Gehzeit: ca. 4 h
Höhenunterschied: ca. 900 m (Aufstieg)
Frischmannhütte (2.192 m) - Hauerseehütte (2.383 m)
Am Steig östlich der Griesköpfe und in der Folge östlich des Blockkogls vorbei und steil nach oben zum Felderjöchl (2.797 m). Jenseits ebenso steil hinunter, östlich am Weißen See vorbei, ins Innerbergtal hinab zur Hauerseehütte (2.383 m) - Selbstversorgerhütte.
Gehzeit: ca. 7 - 8 h
Höhenunterschied: ca. 1.000 m (Aufstieg)
Hauerseehütte (2.383 m) - Rüsselsheimer Hütte (2.328 m)
Von der Hauerseehütte auf dem Steig zum unten mäßig steilen, oben flachen Hauerferner, am Westrand des Gletschers entlang. Über die Luibisscharte (2.914 m, Aufstieg zum Luibiskogl, 3.112 m, auf bez. Steig in leichter Kletterei aus dem kleinen Gletscherbecken unter der Scharte) steil hinab in den oberen Teil des Luibiskars und in Richtung über Breitlehnjöchl (2.637 m) und Kapuzinerjoch (2.710 m) zum Aussichtspunkt (Auf) Gahwinden (2.648 m) und hinab zur Rüsselsheimer Hütte (2.323 m).
Gehzeit: ca. 6 h
Höhenunterschied: ca. 850 m (Aufstieg)
Rüsselsheimer Hütte (2.323 m) - Braunschweiger Hütte (2.758 m); Mainzer Höhenweg
Auf dem Steig zum Weißmaurachjoch (2.953 m). Von dort Richtung S, Querung eines flachen Gletscherfeldes und Abstieg auf den im unteren Teil spaltigen Gletscher unterhalb des Puitkogls. Über eine weitere mäßig steile Gletscherpassage hinauf zum Wassertalkogl (3.252 m) mit dem Rheinland-Pfalz-Biwak. Nun praktisch immer am Grat bleibend, zum Schluss abermals ein Gletscherfeld berührend, zum Pitztaler Jöchl (2.996 m). Von dort hinunter zur Braunschweiger Hütte (2.758 m) oder zum Parkplatz am Rettenbachferner (Bus nach Sölden).
Gehzeit: ca. 8 h
Höhenunterschied: ca. 1.300 m (Aufstieg)
Quelle: Berge Magazin, Nr. 2/2004; Alpenvereinsführer Ötztaler Alpen